Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Allgemein.
- Allgemein (7)
- Uncategorized (94)
Blogroll
- Februar 2012
- Dezember 2011
- Oktober 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- April 2011
- Februar 2011
- November 2010
- Oktober 2010
- Juli 2010
- Mai 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- Juli 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
Archiv der Kategorie Allgemein
Homage an Berta Benz oder: Wie man mit Mut und Pioniergeist die Welt verändern kann….und warum ich mein Auto liebe
8.10.2008 von Caroline Burkart.
Heute morgen fahre ich mit meine 20 Jahren alten Benz auf der Autobahn von Lahr nach Achern. Ich freue mich an meinem soliden Auto an dem gleichmäßigen Rattern des Motors und an meiner sicheren Mobilität.
Da höre ich im Radio den Namen Berta Benz fallen und folgende Geschichte :
5. August 1888, im Morgengrauen in der Mannheimer Waldhofstraße. Berta Benz,
die Ehefrau des Auto- Erfinders schleicht sich im Morgengrauen, als alles noch seelig schläft mit ihren beiden Söhnen aus dem Haus. Sie wollen nach Pforzheim fahren zur Großmutter.
Außer Hörweite des Hauses kurbelt sie den Motor des 1-Zylinder-4-Takt Motores an.
Jeder einzelne Takt des Benz-Patent-Motorwagens ist zu hören. Mit seinen 1,5 PS
Kommt er auf maximal 20 Stundenkilometer.
Am Straßenrand bleiben die Leute mit offenen Mündern stehen, viele bekreuzigen sich: Nicht zu fassen, eine Kutsche ohne Pferde, dafür knattert’s und knallt’s zum Gotterbarmen; und husch, sind sie vorbei: Oben, auf der lederbezogenen Sitzbank der pferdelosen Kutsche, thront Berta Benz, links und rechts von ihr die Buben.
Nach ein paar Stunden Fahrt erreichen die drei Wiesloch. Tank und Kühlwasser sind so gut wie leer und Berta Benz schickt ihre Söhne zum Brunnen und Wasser zu holen und zur Stadtapotheke um Treibstoff - am besten Ligroin zu besorgen. Apotheker Willi Ockel hatte noch 2 Liter auf Lager, ziemlich teuer übrigens, auf heutige Verhältnisse umgerechnet kostete der Liter 12 Euro. So wurde die Wieslocher Stadtapotheke zur ersten Tankstelle der Welt.
Die Wege sind staubig, völlig ausgefahren von Fuhrwerken, voller Schlaglöcher, und der Wagen hat keine Federung. Die Fahrt ist eine Qual für Mensch und Material. Berta Benz guckt immer wieder auf die Antriebskette: Kurz vor Bruchsal kracht die Kette. Sie droht zu reißen. In einer alten Schmiede findet Berta Benz Hilfe. Der Schmied ist so zusagen der erste Pannenhelfer der Auto-Geschichte.
Den verstopften Vergaser bei Weingarten macht Berta Benz mit Hilfe ihrer Hutnadel wieder flott; die starke Steigung hinter Wilferdingen schaffen sie, weil zwei Bauernjungen schieben helfen. So kommen die drei Autopioniere nach 106 Kilometern Fahrt abends bei der Oma in Pforzheim an. Stolz und glücklich telegrafiert Berta Benz ihrem Mann nach Hause: “Lieber Carl! Erste Fernfahrt ist gelungen. Sind gut in Pforzheim angekommen.”
Ich bin berührt von dieser Geschichte und voll Dankbarkeit.
Ich wünschte Berta Benz würde jetzt in diesem Moment neben mir, oder viel besser noch- statt meiner, am Steuer sitzen ( oder noch viel besser am Steuer eines dieser neuen Mercedes- Modelle ) und sehen, was sich alles aus ihrem Mut und ihrer Initiative entwickeln konnte . Künftig werde ich ihr wohl all meine Autofahrten widmen.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Diva on Stage -Shine A Light - Open Air Kino Lahr
17.7.2008 von Caroline Burkart.
Hey, ihr da draußen. Hier mal was anderes als immer nur Gedichte.
Gestern habe ich beim Sommerkino 2008 im Schlachthof in Lahr den Film Shine a Light über – mit- für die Stones gesehen. Der Scorsese-Film ist ein Film über das oder kann sein, das es zwei Konzerte gewesen sind , in New York im alten Beacon Theater . Spielt für mich keine Rolle. Ich bin auch noch ein kleines bisschen zu jung für die Stones. Nicht das ich nicht eine Stones Zunge auf der Gesäßtasche meiner viel zu engen Jeans in den 70er Jahren genäht habe, sehr zum missfallen meiner Eltern.
Ich hab mit auch nie viel aus der Musik der Stones gemacht und sie nicht wirklich absichtlich gehört. Klar, wer kennt nicht all die gängigen Stücke. So auch ich. Ich habe nie ein Konzert besucht oder mit eine Platte gekauft. Ich hab in jungen Jahren wohl auch für Mick Jagger geschwärmt – aber nur weil er sooooo süüüüß aussah. Sei’s drum.
Seit gestern bietet sich mir nun ein anderes Bild. Dieser Film ist gigantisch, voller Lebensfreude, voll Liebe und voller Weisheit. Ein Film der für mich einfach unbeschreiblich ist.
Die pure Hingabe. Mehr Worte bedarf es nicht.
Ich hab mich vollständig in diese Band und diese Hingabe verliebt.
Mick Jagger ist eine der letzten wirklich großen Diven.
Unglaublich wie dieser Mensch sich( und damit auch die anderen ) bewegt.
Keith Richard empfinge ich als einfach nur liebenswert-( als Kind hat er im Knabenchor der Königin Elisabeth gesungen)- er schaut in die Welt als würde er gar nicht begreifen warum er und all die anderen da sind- ein Blick wie von einem anderen Stern und voller Liebe. Wenn einem auch hin und wieder das leise Gefühl beschleicht, dass er unter Umständen diesen Auftritt nicht überleben würde, was sich aber im Laufe des Film als völlig unnötige Sorge erweist.
In einer Sequenz des Filmes wird er gefragt, wer wohl der bessere Gitarrist von den beiden sei; er oder Ron Wood ? Antwort: „ Wir sind einzeln beide grottenschlecht – aber gemeinsam sind wir besser als 10 von den anderen“ !
Ron Wood erschließt sich mit in diesem Film nicht. Er scheint ein bisschen im Hintergrund zu stehen. Ich weiß von ihm nur, das er auch ein ziemlich erfolgreicher Maler ist und zahlreiche Ausstellungen bestritten hat.
Charlie Watts ist der älteste von allen und erscheint als der jüngste – und gesündeste. ( Obwohl oder gerade deshalb, weil er vor nicht allzu langer Zeit – als ehemaliger starker Raucher- von einer Kehlkopfkrebserkrankung „genesen“ ist.) Mir gibt er das Gefühl er hält die ganze Bande während des Konzert zusammen und ist der stützende Pfeiler in all dem „Trubel“. Die ruhige und starke Schulter an die man sich anlehnen kann.
Ich kann nur jedem ans( offene ) Herz legen. Schaut diesen Film an – und genießt ihn.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Oh, Lord wont you buy me.:Folge 2
28.3.2008 von Caroline Burkart.
Es wird behauptet, das es für eine Frau über 35 eher wahrscheinlicher ist von einem Tiger gefressen zu werden als einen Mann zu finden. Das lassen wir mal dahin gestellt – aber eines ist klar: Komplimente sind absolut rar… und werden mit ansteigender Lebenszahl noch rarer…. da bin ich doch mal richtig froh, das ich einen alten Mercedes habe, der mit immer mal wieder zu einem solchen verhilft.
Fahre ich heute langsam vom Parkplatz mit offenem Schiebedach… winkt mir ein recht gut aussehender Herr mit seiner Visitenkarte, reicht sie mir durchs offene Dach, klar was drauf steht : Kaufe ihr Auto - Zahle bar. Ich schüttle den Kopf und sage, leider nicht zu verkaufen. Er bleibt gelassen, strahlt mich an und meint: „ Macht nichts vielleicht später“ und in einem Nachsatz mit einem wirklich hinreißenden Lächeln: „ Sie habe ein schönes Haar “. Puh, der Tag ist gerettet! Da kann mal man wieder sehen wie wichtig ein einziges Haar sein kann. Später stelle ich mit die Frage, welches hat er wohl gemeint ?- Vielleicht das neue Graue ?
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Gefühl
27.3.2008 von Caroline Burkart.
lese ich heute irgendwo…:
Ich habe eine Katze. Sie hat nicht das Gefühl, das ich das Gefühl habe, das sie das Gefühl hat…. Ich lerne von ihr.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
Oh lord won’t you buy me a Mercedes Benz
9.3.2008 von Caroline Burkart.
Neulich beim Einkaufen, komme ich zurück auf den Parkplatz. Steht ein Mann vor meinem Auto – ein 19 Jahre alter, weißer, 200er Mercedes – und will gerade eine dieser üblichen Visitenkarten an meine Autotür klemmen. Ich spreche ihn an : „ Tut mir leid, die Mühe können sie sich sparen, ich habe nicht die Absicht mein Auto zu verkaufen.“ Er : „ Wir zaahllen barr – gute Preiss“. Ich grinse: „ O.K. bei 20.000 € können wir ins Gespräch kommen“.
Er hat nur ein müdes Lächeln übrig und beginnt ausgiebig mir die Vorzüge eines neuen (kleinen !!!) Autos zu beschreiben. Ich höre ihm mit halbem Ohr zu, während ich einsteige und den Schlüssel ins Zündschloss stecke. Noch immer ist er der Überzeugung, dass ein neues Auto viel bequemer und passender für mich sei. Und dieses Auto sei doch nun schon wirklich richtig alt. Ich klopfe liebevoll auf mein wunderbar dunkelblaues Armaturenbrett und meine
wohlwollend : „ Das macht nichts, ich bin auch nicht mehr die Jüngste - und mein Auto und ich wir passen zusammen.“ Sieht er mich intensiv mit zusammengekniffenen Augen an und meint mir sehr ernster Miene : „ Wieso – geht doch noch…”
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »
“Spinnweben”
29.2.2008 von Caroline Burkart.
Jeder Weg bietet unzählige Möglichkeiten. Die Wege der diesseitigen Welt überschneiden sich mit den Wegen der jenseitigen Welt. Wie in einem Spinnennetz. Sagt du das, halten sie dich für versponnen. Du bist versponnen, du spinnst und webst. Du webst dein Muster – dein Leben. Mal fester mal feiner. Mal bunter mal eintöniger. Unaufhaltsam. Du spinnst den Faden der dich hält, verbindet, bindet.
Solange du spinnst, lebst du!
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »