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Versuch eines Haiku
4.4.2012 von Caroline Burkart.
Blitzblanke Fenster
die Sicht ist frei
auf den Unrat
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Resignation kommt nicht in Frage
6.3.2012 von Caroline Burkart.
halten ohne zu berühren
Herzkäfig
der Weg zur Freiheit
- Loslassen
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Begegnung mit mir
13.2.2012 von Caroline Burkart.
Ich bin in mir zu hause
mit den Beinen fest auf dem
Boden
mit dem Kopf im unbegrenzten Himmel
und dazwischen unendlicher
Raum
in dem alles möglich ist
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Inseide
15.12.2011 von Caroline Burkart.
Vor meinem Perlentor
wacht ein Papiertiger
und jetzt ?
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Über Gewicht
28.10.2011 von Caroline Burkart.
schwerwiegend
ist
dass ich
mir
zuwenig
Gewicht
gebe
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Regenbogen
11.7.2011 von Caroline Burkart.
Flüchtige Eindrücke
ein bleibendes Gefühl
Ein Schmetterling
der einem Sonnenstrahl folgt
die Froschkönigin
in Himmelblau
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Begegnungen
11.7.2011 von Caroline Burkart.
Sie begegneten sich
spielten mit ihrem Lächeln
waren mutig
ließen zu
versuchten
versanken
warfen die Fremdheit aus dem Spiel
betrachteten die verschiedenen Seiten
sprangen zwischen den Welten
zwischen Wahrheit und Spiel
warfen ihre Altlasten auf den Tisch
und vergaßen sie
fingen an aus der Gewohnheit heraus zu handeln
obwohl sie es besser wussten
liebten und begehrten
ihr Blick begann sich im gleichen Maße zu trüben
wie er sich klärte
das Alte ging
ohne dass das Neue kam
und am Ende blieben sie hinter ihren Mauern
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wie die Dinge sind
23.6.2011 von Caroline Burkart.
wir sind alle aus dem selben Holz
haben Rinden, Borken, Pilze
biegen uns im Sturm
und werden nass bei Regen
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Co-Abhängigkeit
12.4.2011 von Caroline Burkart.
sag an
was hält dich
sag an
was tust du
sag an
konntest du je an dich glauben ?
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für Bambi
23.2.2011 von Caroline Burkart.
es schläft dein Prinz
hinter der Mauer deiner Erwartungen
auf dem Bett deiner Hoffnung
und während du haderst
zertrampelt
sein weißes Pferd
den Weg
zu dir
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9.11.2010 von Caroline Burkart.
Zauberunterwäsche
Gänseblümchenlaune
Schmetterlingslachen
Wolken schmecken
Honigküsse
Scherbenhaut
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wieder unterwegs
13.10.2010 von Caroline Burkart.
wieder unterwegs
zum Ende des Regenbogens
zum Zutrauen zu mir selbst
eine neue Reise antreten
eine neue Tür öffnen
mutig sein
-dem Glück begegnen !
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Wehmutsklang
13.7.2010 von Caroline Burkart.
Zwischen Milchstern und Rotklee
eine rosa Tasse Kaffee
strahlendes Milchlicht
und die Reste des karamelsüßen Schlafes
herzhaftes Katzengähnen
auf den Teichen Algenrün
im Teller rote Apfelsüße
und den Geschmack von Honig im Herzen
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Clownerie oder die Lust am Scheitern
20.5.2010 von Caroline Burkart.
Nie gibt er auf, der Clown
Er insistiert
Beginnt von vorn
Er wagt
Verliert
Nie gibt er auf, der Clown
Beginnt von vorn
Wird abgelehnt
Verlassen
Nicht berührt
Nie gibt er auf, der Clown
Beginnt von vorn
Verbirgt und zeigt
Stellt alles auf den Kopf
Nie gibt er auf, der Clown
Beginnt von vorn –
Man liebt ihn wenn er scheitert
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Spiderwomen
19.5.2010 von Caroline Burkart.
wie ` s so munter spinne cha
spinnt uffe, abe, spinnt hintre, fiere
spinnt hinterm Vorhang , vor de Düre
s` loßt sich durch niermets use bringe
us em spinne, spinne, spinne
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hüterin
11.5.2010 von Caroline Burkart.
hin und wieder
bleibt eine tür geschlossen -
um das feuer zu bewahren
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Lebendig
10.5.2010 von Caroline Burkart.
Auf Pusteblumen durch den Himmel schweben
ein Kleid aus seinem Blau schneidern
zwischen altmodisch gerüschten Akeleien
auf Spinnwebenfäden wild schaukeln
auf einer Krötenhaut den Hang hinunter sausen
und mitten in einem Meer aus rotem Mohn landen
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Bilanz einer Woche
10.5.2010 von Caroline Burkart.
Unsichtbar
Leer
ohne Klang
Distanz
die Traurigkeit füllt meine Leere
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Dämonenfütterung
31.3.2010 von Caroline Burkart.
die Sense sollte ich ansetzten
und euch die Köpfe abschlagen
damit ihr den Mund haltet
doch ich füttere euch
unaufhörlich mit meinen Gedanken
wie soll ich so meinen Kopf frei
und meinen Mund auf bekommen
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Huflattichblüte
30.3.2010 von Caroline Burkart.
ist das nicht giftig ?
fragte sie
und zog an ihrer Zigarette
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Die gute Tochter
26.3.2010 von Caroline Burkart.
Kein Raum zu wachsen
Kein Eigen-Sinn erlaubt-
doch saubere Hände
glatte Zöpfe
und blank polierte
leere Töpfe
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Goldfischglas
17.3.2010 von Caroline Burkart.
Die Sicht ist frei
und doch gibt es keinen Weg hinaus
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Sie
8.2.2010 von Caroline Burkart.
im Rücken offen
ohne Halt
stehe ich da
meine Gedanken
weggetragen
ich will sie küssen
ihr sagen, dass ich sie liebe
doch sie zeigt sich mir nicht
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Politik
5.2.2010 von Caroline Burkart.
Im Chaos der Zeit
sammeln wir Eierschalen
um damit
kochenden Stahl
zu transportieren
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Barcardi - Cola
22.1.2010 von Caroline Burkart.
Wenn das Queue
die Kugel küsst
und der Veilchen
Sehnsucht blüht
zeigt der Tiger
seine Krallen
– Klick –
reingefallen
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Not-wendige
21.1.2010 von Caroline Burkart.
das Not-wendige TUN
- zeigt auch nur die andere Seite
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Glashaut
13.1.2010 von Caroline Burkart.
meine Haut aus Glas
meine Welt hauchdünnes Eis
vorsichtig atme ich
um sie nicht zu schmelzen
vorsichtig bewege ich mich
um sie nicht zu zerbrechen -
doch auch Glas und Eis
sind manchmal härter
als man fühlt -
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13.1.2010 von Caroline Burkart.
als mich heute morgen der Schlaf
aus seiner warmen Umarmung
in den Tag entließ
war schon die leise Ahnung da
mit weichen weißen Kristallen
deckt der Himmel die Erde zu
küsst Flocke um Flocke
die Stille wach
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Frostmalerei
8.1.2010 von Caroline Burkart.
Heute hat der Wind
kalte Hände
er zeichnet Häkelspitzen
an mein Fenster
so zart
ein Hauch genügt
und sie sind fort
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möglich
6.1.2010 von Caroline Burkart.
wer weiß wie Schneeflocken schmecken
und hören kann wie Samenkörnchen im Boden leise schlafen
der wird im Sonnenlicht glänzen
den Tag erkunden und
zu den Sternen reisen
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17.12.2009 von Caroline Burkart.
Ich trage die Kronjuwelen in den Ohren
und ein Kleid aus goldenem Stroh
Meine Schuhe sind aus der fliehenden Zeit gemacht
meine Strümpfe aus Spinnweben
Ich trage den Mond in meiner Tasche
die Sonne um mein Handgelenk
Mein Regenschirm ist aus Krötenhaut
ich schlafe in einem Bett aus Fischgräten
In meinen Kopf haust der Schmerz
in meinem Gelenken fließt das Vergessen
Ich wohne im Durcheinandertal
in meinem Haus nistet die Vergänglichkeit
Der Schlaf ist mein Bester Freund
die Welt der Träume meine Zuflucht
Der Regen spült meine Vergangenheit weg
der Nebel verhüllt meine Zukunft
-die Liebe zeigt meine Gegenwart-
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Schweinegrippe
23.11.2009 von Caroline Burkart.
Schweinegrippe
Katzenjammer
Hundeelend
Spinnefeind
Saukalt
Vogelfrei
Affengeil
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Ich bin zuhause zwischen Tag und Traum
19.11.2009 von Caroline Burkart.
Ich bin zuhause zwischen Tag und Traum
bin nah und fern
bin hier und dort
bin gestern, heute, übermorgen
bin vorne, hinten, unten, oben
bin gefangen
bin ganz frei
bin mitten drin und steh am Rand
im großen weiten Raum
meinem Zuhause zwischen Tag und Traum
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Formvollendet
27.10.2009 von Caroline Burkart.
Den Tiger reiten
Den Vogel am Schwanz greifen
Die Schlange kriecht zu Boden
Einfache Peitsche
Die Affen abwehren
Schwebende Hände in den Wolken
Der Kranich breitet seine Flügel aus
Fliegen in die Diagonale
Den Fächer über dem Rücken ausbreiten
Die Nadel vom Meeresboden aufheben
Yin-Yang-Fische
Die Jadeprinzessin am Webstuhl
Buddha-Hand
Den Tiger umarmen
Schritt zu den sieben Sternen
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Oktobernachmittag
15.10.2009 von Caroline Burkart.
Oktobernachmittag
unter eisblauem Himmel
singen goldene Blätter
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round about oder das Hamsterrad des Lebens
13.10.2009 von Caroline Burkart.
Blind und unwissend
am Stock gehen
nicht weiterkommen
Tatkraft aufbringen
den Ton des Lebens formen
the mind is a monkey
zwei in einem Boot
über den Strom
Name und Form geben
aus allen Fenstern sehen
mit der Welt in Berührung kommen
den Pfeil im Auge
durstig
greifend nach den Früchten
immer wieder schwanger gehen
neu geboren werden-
bis wir uns selbst davon tragen
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Krise / Umsteigen
5.10.2009 von Caroline Burkart.
Zwischen den Zügen
weißt du nicht
wohin die Reise
geht
nur eines ist sicher
1. Klasse
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ohne
22.7.2009 von Caroline Burkart.
Wenn ich
in der
Nacht
meine Kronjuwelen
beiseite lege
sehe ich
mich
mit Nichts
als mir
selbst
im Spiegel
doch wenn
der Spiegel
zerbricht
was bleibt ?
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schön blöd
29.4.2009 von Caroline Burkart.
schön blöd
nichts anderes mache ich als ein
unauffälliges schüchternes mädchen zu sein
schön blöd
nichts anderes mache ich
als mich von mir töten zu lassen
ich hielt es für richtig
schön blöd
ich beginne deswegen damit
den richtigen Blick für
mich selbst zu bekommen
schön blöd
nichts anderes mache ich
um mich dann selbst zu verletzen
weil ich es für das einzig mögliche halte
schön blöd
ich tauche hinein
in den Schatten
toter vergangenheiten
und ersticke
ich bin es die
draußen lebt
und drinnen tot ist
schön blöd
nicht anderes mache ich
manchmal wache ich auf
mit dem anflug eines gefühls von
freiheit
und spüre
das ist vorbei…
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………
7.4.2009 von Caroline Burkart.
müde bin ich geworden
wo ist einen Baum
der mit starken Wurzeln
meine Rast beschützt
Blätter
die mit ihrem leichten Grün
mir Luft zum Atmen bringen
Blüten
die mit ihrem Duft
mein Herz beruhigen
blauen Himmel
der meine Tränen fängt
Zeit
die mich mir selbst gibt
und Lachen
das meine Ohren füllt ?
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Zivilisationsmüde
7.4.2009 von Caroline Burkart.
die Welt ist leer geworden
der Klang verloren
grau und kalt die Tage
die Lieder verstummt
nur die Raben
in den schwingenden Wipfeln
halten die singenden Linien
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Dasein
31.3.2009 von Caroline Burkart.
Verborgenes
spricht zu mir
in lebendiger Sprache
ich suche das Blau
des Himmels
und finde
in jedem Antlitz
ein Mysterium
das Jetzt
ist meine Zeit
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……
4.2.2009 von Caroline Burkart.
Die Gespenster der Nacht
heulten mir die Ohren voll
ich trat ihnen mit meiner Stimme entgegen
und verschaffte mir Ruhe
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Warten
2.2.2009 von Caroline Burkart.
liegen so rum
ob sie was sagen wollen ?
heb sie auf
leg sie wieder hin
hör nicht zu
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ein neues jahr
1.1.2009 von Caroline Burkart.
ein neues jahr- ein neues glück ?
jeder nimmt sich selbst nur mit -
was auch geschieht -
es ist nur so wie man es sieht
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Winter
30.11.2008 von Caroline Burkart.
Wenn die Kälte
die Natur zum Skelett
reduziert
siehst du dazwischen
die Menschen
klarer
Sie haben ihre bunten Blätter
fallen gelassen
und stehen da
mit geneigten Köpfen
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November-Morgen-Licht
24.11.2008 von Caroline Burkart.
Die Welt
ein coloriertes Kinoplakat
unwirkliche Schönheit
Licht das Seltsames birgt
Bäume ohne Blätter
skelettiert
die Rosenknospe erfroren
ohne je zu blühen
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Novembertage
10.11.2008 von Caroline Burkart.
Novembertage
den Kopf voll loser Blätter
keine Zeit zum Schreiben
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23.10.2008 von Caroline Burkart.
Worte sind
die Muster
unser Geist
der Webstuhl
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Gesangsstunde
15.10.2008 von Caroline Burkart.
Hab der gelben
Gummiente die Haut
über die Ohren gezogen
und der Geisha den
blauen Kimono geliehen
bin über die Falten
des Mopses
meiner Nachbarin
gestolpert
hab mich mit den letzten
Sonnenstrahlen bemalt
und bin vor Freude über die
Flaschenböden
der Whiskyfässer
gesprungen
hab mich mit
den Eichhörnchen
auf eine Nuss
unter den Blättern
der großen Buche getroffen
und später leuchtete
mir dann blutrotgelb
das Pfaffenhütchen
auf meinem Weg
gegen den Strom
nach Hause
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Weltwirtschaftskrise
11.10.2008 von Caroline Burkart.
Leere Tassen
friedlich umsäumt
von den Krümeln
genussvoll verzehrten
Kuchens
Lippenstiftspuren
krönen
Sektgläser
- mal wieder
entrüstet
der Weltpolitik
eine Harke
gezeigt
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Homage an Berta Benz oder: Wie man mit Mut und Pioniergeist die Welt verändern kann….und warum ich mein Auto liebe
8.10.2008 von Caroline Burkart.
Heute morgen fahre ich mit meine 20 Jahren alten Benz auf der Autobahn von Lahr nach Achern. Ich freue mich an meinem soliden Auto an dem gleichmäßigen Rattern des Motors und an meiner sicheren Mobilität.
Da höre ich im Radio den Namen Berta Benz fallen und folgende Geschichte :
5. August 1888, im Morgengrauen in der Mannheimer Waldhofstraße. Berta Benz,
die Ehefrau des Auto- Erfinders schleicht sich im Morgengrauen, als alles noch seelig schläft mit ihren beiden Söhnen aus dem Haus. Sie wollen nach Pforzheim fahren zur Großmutter.
Außer Hörweite des Hauses kurbelt sie den Motor des 1-Zylinder-4-Takt Motores an.
Jeder einzelne Takt des Benz-Patent-Motorwagens ist zu hören. Mit seinen 1,5 PS
Kommt er auf maximal 20 Stundenkilometer.
Am Straßenrand bleiben die Leute mit offenen Mündern stehen, viele bekreuzigen sich: Nicht zu fassen, eine Kutsche ohne Pferde, dafür knattert’s und knallt’s zum Gotterbarmen; und husch, sind sie vorbei: Oben, auf der lederbezogenen Sitzbank der pferdelosen Kutsche, thront Berta Benz, links und rechts von ihr die Buben.
Nach ein paar Stunden Fahrt erreichen die drei Wiesloch. Tank und Kühlwasser sind so gut wie leer und Berta Benz schickt ihre Söhne zum Brunnen und Wasser zu holen und zur Stadtapotheke um Treibstoff - am besten Ligroin zu besorgen. Apotheker Willi Ockel hatte noch 2 Liter auf Lager, ziemlich teuer übrigens, auf heutige Verhältnisse umgerechnet kostete der Liter 12 Euro. So wurde die Wieslocher Stadtapotheke zur ersten Tankstelle der Welt.
Die Wege sind staubig, völlig ausgefahren von Fuhrwerken, voller Schlaglöcher, und der Wagen hat keine Federung. Die Fahrt ist eine Qual für Mensch und Material. Berta Benz guckt immer wieder auf die Antriebskette: Kurz vor Bruchsal kracht die Kette. Sie droht zu reißen. In einer alten Schmiede findet Berta Benz Hilfe. Der Schmied ist so zusagen der erste Pannenhelfer der Auto-Geschichte.
Den verstopften Vergaser bei Weingarten macht Berta Benz mit Hilfe ihrer Hutnadel wieder flott; die starke Steigung hinter Wilferdingen schaffen sie, weil zwei Bauernjungen schieben helfen. So kommen die drei Autopioniere nach 106 Kilometern Fahrt abends bei der Oma in Pforzheim an. Stolz und glücklich telegrafiert Berta Benz ihrem Mann nach Hause: “Lieber Carl! Erste Fernfahrt ist gelungen. Sind gut in Pforzheim angekommen.”
Ich bin berührt von dieser Geschichte und voll Dankbarkeit.
Ich wünschte Berta Benz würde jetzt in diesem Moment neben mir, oder viel besser noch- statt meiner, am Steuer sitzen ( oder noch viel besser am Steuer eines dieser neuen Mercedes- Modelle ) und sehen, was sich alles aus ihrem Mut und ihrer Initiative entwickeln konnte . Künftig werde ich ihr wohl all meine Autofahrten widmen.
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Seidenraupe
30.9.2008 von Caroline Burkart.
Mich zu öffnen
braucht Überwindung
erfordert Mut
macht mich angreifbar
und verletzlich
Mein Innerstes preiszugeben
läßt mich wachsen
macht mich stark
und selbstbewusst
- eröffnet mir neue Wege -
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Seidenraupendasein
25.9.2008 von Caroline Burkart.
manchmal ist es angebracht
sich in seine eigene Hülle zu wickeln
und ein bisschen zu spinnen
- das verlängert den Lebensfaden
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11.9.2008 von Caroline Burkart.
.. die Vergänglichkeit klopft an die Tür
ich überhöre sie
beharrlich folgt sie mir
schmiede unbeirrt Pläne
- die Ouvertüre für das Ende ?
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Bereit für den Tag
11.9.2008 von Caroline Burkart.
Schnell einen Lidstrich gezogen
Wangen gepudert
Wimpern getuscht
-Rüstung angelegt !
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Baubeginn
7.9.2008 von Caroline Burkart.
Mein Haus ist aus Angst gebaut
Umgeben von einer Mauer aus Distanz
Gefüllt mit Zweifeln
Und stets zurückhaltend geschlossenen Türen
- fühle mich darin nicht mehr wohl
- mache Pläne für ein Neues
Gebaut aus Liebe
mit einer Haustüre aus Nähe
gefüllt mir Vertrauen
und Fenstern aus Offenheit
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10 Sekunden 10 Minuten 10 Stunden 10 Jahre
23.8.2008 von Caroline Burkart.
10 Sekunden reichen :
um zu niesen
einem eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen
um einen Blick zu genießen
um in Panik auszubrechen
um einen Entschluss über den Haufen zu werfen
um etwas völlig zu verändern
ein neues Leben entstehen zu lassen
ein Leben zu beenden
um sich einmal um sich selbst zu drehen
10 Min. reichen :
um Trost zu spenden
um einen Kaffee zu trinken
zum Telefonieren
um ein Mittagessen zu kochen ( Rührei mit Brot )
um die Katzen zu füttern, den Komposteimer auszuleeren, 5 Halme Unkraut zu zupfen, den Tisch zu decken und einen Blick in den Spiegel zu werfen
um sich selbst den Tag völllig zu verderben
um ein Treffen mit guten Freunden zu organisieren
um einen Blumenstrauß zu pflücken
zum Haare schneiden
10 Stunden reichen:
um ans Meer zu fahren
um richtig auszuschlafen
um eine Wohnung zu streichen
ein oder 2 gute Bücher zu lesen
10 Tage reichen:
für eine Fastenkur
für einen Urlaub in Griechenland
für einen Meditationskurs
10 Monate reichen:
um Großeltern zu werden
um einen einigermaßen guten Wein reifen zu lassen
für eine Reise um die Welt
10 Jahre reichen:
für einen ganz guten Whisky
….. jetzt fällt mir nur noch ein, wozu sie n i c h t reichen ?
ratet mal ?
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Dyonsenfvinaigrette
23.8.2008 von Caroline Burkart.
Unter den großen Kastanienbäumen
Trifft sich der vorbeiziehende Duft
der Schweinshaxe mit dem Aroma
eines des Erfrischungstüchleins
und zärtlich berühren
die Flügel der Liebe
das Nichts im Jetzt
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Vögel fliegen ohne Koffer
22.8.2008 von Caroline Burkart.
Ich habe einen Koffer
gefüllt mit Angst
um mich nicht zu weit von der
Gewohnheit wegzubewegen
gefüllt mit Zweifeln
um meine Unsicherheit stets
gut zu nähren
gefüllt mit Verwirrung
um immer genug Raum
für den eigenen Feind zu haben
doch ich weiß -
Vögel fliegen ohne Koffer
wo kann ich ihn abgeben ?
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Bis zum Mond…
29.7.2008 von Caroline Burkart.
Langsam aber stetig trübte sich die
leuchtende Seifenblase
in der ich in diese Welt kam
es wurde dunkel in mir
ich schwor in diese Dunkelheit
niemals zuzulassen dass irgend etwas
dir dein Leuchten verdunkelt
nicht immer gelingt mir das
doch du nimmst es selbst in die Hand
lässt dein Licht niemals schwächer werden
und das Leuchten deiner Seifenblase
strahlt heller als Mond und weit darüber hinaus
und dieses Licht schenkte
meiner Seifenblase das Leuchten zurück
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Samschtig
28.7.2008 von Caroline Burkart.
Huit hän ma wiida de ganz Tag
im Garte gschafft
Hän liabvull Hälmle um Hälme
Vo Unchrutt un was sonscht no
Dört wachst vo´s nit wachse sott
Us em Bode zoge
Hän ä huffe chleini Pfingstrosebabys
Us de Ackerwinde usgwicklet
Hän de Himbeeri zeigt
Vo de Bartl de Moscht holt
Hän grecht und Wegli trete
Un z´obe sin ma ganz scheen fertig gsi
Un so z´friede und glücklich
Und ma hän de ganz Tag
D Händ in de Erde ghätt
D Chopf im Himmel
Und Fueß uff em Bode
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Feuer
25.7.2008 von Caroline Burkart.
Sie erzählt dir
von ihrem blutroten Flammenkleid
von der Reife des Lebens
und der Unsterblichkeit
erzählt von der Sonne
dem Lachen der Wolken
Sie erzählt vom Grün
und dem Echo des Windes
nimm sie in dein Herz
und sie zeigt dir
die Unendlichkeit
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…..
23.7.2008 von Caroline Burkart.
An einen Tag wie diesem
an dem dein Herz schmerzt
und deinen Augen verschleiert sind
und deine Füße wie Blei am Boden haften
an einen Tag wie diesem
kann es passieren
dass du dich nur bücken musst
um eine Rose vor deinen Füßen aufzuheben
und dein Herz wird leicht
und deine Augen klar
und du beginnst zu tanzen
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Träume
22.7.2008 von Caroline Burkart.
Meine Träume
sind Nomaden
mit Anbruch des Tages
ziehen sie weiter -
doch manchmal hinterlassen
sie Spuren
und dann gelingt es mir
ihnen zu folgen
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Diva on Stage -Shine A Light - Open Air Kino Lahr
17.7.2008 von Caroline Burkart.
Hey, ihr da draußen. Hier mal was anderes als immer nur Gedichte.
Gestern habe ich beim Sommerkino 2008 im Schlachthof in Lahr den Film Shine a Light über – mit- für die Stones gesehen. Der Scorsese-Film ist ein Film über das oder kann sein, das es zwei Konzerte gewesen sind , in New York im alten Beacon Theater . Spielt für mich keine Rolle. Ich bin auch noch ein kleines bisschen zu jung für die Stones. Nicht das ich nicht eine Stones Zunge auf der Gesäßtasche meiner viel zu engen Jeans in den 70er Jahren genäht habe, sehr zum missfallen meiner Eltern.
Ich hab mit auch nie viel aus der Musik der Stones gemacht und sie nicht wirklich absichtlich gehört. Klar, wer kennt nicht all die gängigen Stücke. So auch ich. Ich habe nie ein Konzert besucht oder mit eine Platte gekauft. Ich hab in jungen Jahren wohl auch für Mick Jagger geschwärmt – aber nur weil er sooooo süüüüß aussah. Sei’s drum.
Seit gestern bietet sich mir nun ein anderes Bild. Dieser Film ist gigantisch, voller Lebensfreude, voll Liebe und voller Weisheit. Ein Film der für mich einfach unbeschreiblich ist.
Die pure Hingabe. Mehr Worte bedarf es nicht.
Ich hab mich vollständig in diese Band und diese Hingabe verliebt.
Mick Jagger ist eine der letzten wirklich großen Diven.
Unglaublich wie dieser Mensch sich( und damit auch die anderen ) bewegt.
Keith Richard empfinge ich als einfach nur liebenswert-( als Kind hat er im Knabenchor der Königin Elisabeth gesungen)- er schaut in die Welt als würde er gar nicht begreifen warum er und all die anderen da sind- ein Blick wie von einem anderen Stern und voller Liebe. Wenn einem auch hin und wieder das leise Gefühl beschleicht, dass er unter Umständen diesen Auftritt nicht überleben würde, was sich aber im Laufe des Film als völlig unnötige Sorge erweist.
In einer Sequenz des Filmes wird er gefragt, wer wohl der bessere Gitarrist von den beiden sei; er oder Ron Wood ? Antwort: „ Wir sind einzeln beide grottenschlecht – aber gemeinsam sind wir besser als 10 von den anderen“ !
Ron Wood erschließt sich mit in diesem Film nicht. Er scheint ein bisschen im Hintergrund zu stehen. Ich weiß von ihm nur, das er auch ein ziemlich erfolgreicher Maler ist und zahlreiche Ausstellungen bestritten hat.
Charlie Watts ist der älteste von allen und erscheint als der jüngste – und gesündeste. ( Obwohl oder gerade deshalb, weil er vor nicht allzu langer Zeit – als ehemaliger starker Raucher- von einer Kehlkopfkrebserkrankung „genesen“ ist.) Mir gibt er das Gefühl er hält die ganze Bande während des Konzert zusammen und ist der stützende Pfeiler in all dem „Trubel“. Die ruhige und starke Schulter an die man sich anlehnen kann.
Ich kann nur jedem ans( offene ) Herz legen. Schaut diesen Film an – und genießt ihn.
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..noch mehr Gelb
13.7.2008 von Caroline Burkart.
Bin heut
so glücklich unglücklich
so ruhig unruhig
so satt hungrig
so schön häßlich
bin heut
ganz laut leise
bin ganz jung alt
bin
fröhlich traurig
und ganz offen verschlossen
und hab es bemerkt- unbemerkt
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Sein
11.7.2008 von Caroline Burkart.
Es ist das Jetzt
das lebt
Es ist der Schmerz
der stiehlt
Es ist die Freude
die gibt
Es die Einfachheit
die lässt
Es ist das Glück
das bleibt
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Kerzenglühn…
6.7.2008 von Caroline Burkart.
Glühkerzenkontrollleuchten
Glühkontrollleuchtenkerzen
Glühleuchtenkontrollkerzen
Kerzenkontrollglühleuchten
Kerzenglühkontrollleuchten
Kerzenleuchtenkontrollglüh
Kontrollleuchtenglühkerzen
Kontrollkerzenglühleuchten
Kontrollglühkerzenleuchten
Leuchtenkerzenglühkontroll
Leuchtenglühkerzenkontroll
Leuchtenkontrollkerzenglüh
Vergaserinnenbeleuchtung ?
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Kürbisliebe
29.6.2008 von Caroline Burkart.
Der Kürbisprinz der Kürbisprinz
der schmeckt gar nicht nach Pfefferminz
er schmeckt nach Gelb und nach Melonen
und will in großen Blättern wohnen
da trohnt er majästestisch
und hält nicht viel von Fetisch
doch kommt daher dann die Prinzessin
weiß er vor lauter Liebe nicht wohin
er windet hin
sie windet her
und dann im Handumdrehen
sieht man ganz viele Schlingelchen entstehen
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Venushaarige
23.6.2008 von Caroline Burkart.
Ich bin die
die auf einem Bett aus Mohnblüten
den uralten Traum träumt
Ich bin die
die sich gestochen hat
mit der spitzen Wurzel
einer Quecke
Ich bin die
die bewacht wird
von einer Armee Himbeerwurzeln
Ich bin die
die mit den Jungfern im Grünen
über sich selbst schmunzelt…..
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Lebenszeit (oder Alter ?)
20.6.2008 von Caroline Burkart.
die purpurvioletten
strahlen
der zeit
überziehen
mein grün
und lassen es
noch leuchtender
erstrahlen
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Schweinewildeborstenbürste / Haarpflege
13.6.2008 von Caroline Burkart.
Bürsten bürsten.
Borsten borsten.
Bürsten Borsten Bürsten?
Borsten Bürsten Borsten?
Bürstenborsten.
Wildschweinborste.
Wildschweinbürste.
Bürsten Wildschweine Borsten?
Borsten Wildschweine Bürsten?
Bürstenborstenwildschwein.
Borstenbürstenwildschwein.
Borstenwildschweinbürste.
Bürstenwildschweinborste.
Schweinewilde Borstenbürste.
Wilde Schweineborstenbürste.
Wildschweinbürstenborste.
Wildschweinborstenbürste.
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“Mädchenarbeit”
10.6.2008 von Caroline Burkart.
Es gibt Tage wie diese:
Im Bad ruft das Waschbecken:
Putz mich putz mich
Die Wäsche raunzt:
Wasch mich wasch mich
Bügel mich bügel mich
Staub treibt seinen Schabernack mit mir:
Ich bin hier und hier und schau her hier bin ich - ich bin Freund Überall
Die Küche jammert leidvoll:
Mach das Geschirr sauber wisch meine Flächen ab feg den Boden
Im Wohnzimmer flüstern die Bücher und Zeitschriften kreuz und quer durcheinander:
Lies mich, lies mich
All die Papiere auf meinen Schreibtisch schauen mich vorwurfsvoll an:
Ordne uns ordne uns
Der Kühlschrank gähnt:
Füll mich füll mich
Im Garten tönt es an allen Ecken:
Wann bin ich dran wann bin ich dran
An diesen Tagen
haben meine Ohren Löcher
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Gelb
5.6.2008 von Caroline Burkart.
Bin heut
So unglücklich glücklich
So unruhig ruhig
So hungrig satt
So hässlich schön
Bin heut
ganz leise laut
bin alt ganz jung
bin
traurig fröhlich
ganz verschlossen offen
und hab es unbemerkt bemerkt….
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……ohne…….
31.5.2008 von Caroline Burkart.
die feder ganz tief
in die seele getaucht
mit flatterndem herzen
das innerste nach außen
raum schaffen
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Dienstag
27.5.2008 von Caroline Burkart.
An diesem Morgen
halten die Grashalme noch
lange die Regentropfen auf
ihren Blättern
An diesem Morgen
zeigt die Sonne ihr Gesicht
zart verschleiert
An diesem Morgen
ist die Erde schwer
von der Feuchte der Nacht
An diesem Morgen
versinke ich im eisigen Grau
meiner Gedanken
An diesem Morgen
wühlt der Schmerz
sich tief durch mich hindurch
An diesem Morgen
nehme ich den Kampf auf
An diesem Morgen
verliere ich…..
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Himbären
21.5.2008 von Caroline Burkart.
Himbeer
Brombeer
Erdbeer
Grizzlybär
Braunbär
Eisbär
Kugelschreiber
Hubschrauber
Wurzeln
wurzeln
Blätter
blättern
Giraffen
gaffen
Dichter
dichten
O-Ringe auch !
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Werden
21.5.2008 von Caroline Burkart.
Auf silbernen Schwingen
trägt die Nacht mich
durch Raum und Zeit
findet Ruhe auf den Zeitinseln
die mich nähren
während der trübe Bodensatz
der Erfahrungen
sich in der leuchtenden Blüte
des Seins verliert
das mich beschützt
auf meinen Wanderungen
durch ziellose Gedankenräume
tief im Herzen
keimt die Saat des Vertrauens
bedächtig webe ich einen Mantel
aus Liebe
damit der Frost der Gewohnheit
ihr nicht schadet
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unachtsam
18.5.2008 von Caroline Burkart.
heute stellte ich mir selbst ein bein
drehte mich im kreis
spuckte mich an
warf mich auf den müll
fiel mir selbst zu last
riss mich auseinander
und hängte jedes stück einzeln an den zaun
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Klare Entscheidung
11.5.2008 von Caroline Burkart.
Vielleicht
Vielleicht auch nicht
Oder doch
Besser nicht
Aber wer weiß
Sollte
Oder
Sollte nicht
Nein
Lieber nicht
Aber
Vielleicht
Vielleicht auch nicht
etwa doch
möglicherweise doch nicht
Es könnte ja
Nein
Ganz bestimmt nein
Obwohl
Es wäre möglich
Vielleicht
Vielleicht aber auch nicht
Nein
Ganz klar
Nein !
Ja !
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Päonienschön…..
8.5.2008 von Caroline Burkart.
Dort wo das junge Gras
ganz zaghaft auf dem
sanft geschwungnem Weg
sein zartes Grün zum
Leuchten bringt
dort stehen sie
und wiegen sich im Wind
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Froschkönigsflug
3.5.2008 von Caroline Burkart.
Trägt der Froschkönig einen Taucheranzug
oder eine Tarnkappe
hat er gar ein Kräutlein zur Hand
um sich unsichtbar zu machen
oder versteckt er sich hinter dem Drachen
der nachts um die Häuser fliegt
und traut sich nur im Traum zur dir
Hast du deine Prinzessinnenkrone vergessen
oder trägt du Scheuklappen
kannst du den Zauberspruch nicht mehr erinnern
hast du vergessen wie man fliegt
oder wagst du nicht mehr zu träumen
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Elfchen
24.4.2008 von Caroline Burkart.
Blonde
jungen Frauen
kaufen Shampoo für
ihr blond gefärbtes Haar
um
vorsichtig
mit künstlichen
wild gestylten Fingernägeln
schön für die Nacht
zu
erscheinen
doch wenn
der frühe Morgen
graut und das Zwielicht
der
Wahrheit
ohne Erbarmen
alles zeigt was
wirklich unter der Schminke
steckt
offenbart
sich ihre
wirkliche reine Schönheit
und vielleicht erkennen sie
sich
selbst
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Froschkönig
23.4.2008 von Caroline Burkart.
Mir war als Kind schon klar
das Frösche
die man an die Wand wirft
nicht zu Prinzen werden
Verwundert hat mich
dann doch
das Prinzen
mit der Zeit
zu Fröschen werden
auch ohne sie an die Wand zu werfen
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für Dorothea
18.4.2008 von Caroline Burkart.
Die vergessenen Pfade der roten Koralle
Verlieren sich im Labyrinth der Unendlichkeit
Auf den Schaumkronen der Gestrigkeit
Erschaffen sie sich neu
Und verschenken auf den
silbernen Strahlen der Erinnerung
ihre blutrote Morgengabe
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Unwiederbringlich….
16.4.2008 von Caroline Burkart.
ich hab euch weinen
gehört
als tief sich
die Zähne
der Säge
in euer Mark
gruben
euch töteten
um
Raum zu schaffen
für noch mehr
Zerstörung
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..eins sein…
13.4.2008 von Caroline Burkart.
Ich spanne den Bogen
das nasses Gras
unter bloßen Füßen
ein kaum wahrnehmbarer Impuls
der Klang des Pfeils
die Zeit verschmilzt zur Unendlichkeit im Raum
ich ahne beinahe das Ziel hinter dem Ziel
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Lost in time….
7.4.2008 von Caroline Burkart.
Hab mir aus meinen Erfahrungen
ein Hemd gestrickt
Langsam bekommt es Löcher
besser ich gebe es in die Altkleidersammlung
vielleicht kann es jemand gebrauchen
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Drachenschuppen
3.4.2008 von Caroline Burkart.
Heute habe ich es versäumt mir selbst zu begegnen
Und morgen werde ich mich nicht erkennen
Ich schreibe Mondbuchstaben
Mit silbernen Federn
Auf phosphoreszierende Drachenschuppen
Gefunden in den tiefen Schluchten meiner Einsamkeit
Jenseits der lüsternen Fantasie
dort wartet mein Schatten
Nicht ahnend warum er schon vor langer Zeit verloren ging
Knote aus vergessenem Wissen ein Seil
Vielleicht kann ich ihn wieder an mich binden
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VerlOstig
31.3.2008 von Caroline Burkart.
Der Froschkönig hat mir mein O gestohlen
ich will es wieder holen
ich gehe hin
und gehe her
doch finden - finden tu ich´s nimmermehr
da hab ich mir einen neues O gedacht
und es an einen sichern Ort gebracht
nun liegt es da so ganz allein
ach, könnte ich nur bei ihm sein !
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Oh, Lord wont you buy me.:Folge 2
28.3.2008 von Caroline Burkart.
Es wird behauptet, das es für eine Frau über 35 eher wahrscheinlicher ist von einem Tiger gefressen zu werden als einen Mann zu finden. Das lassen wir mal dahin gestellt – aber eines ist klar: Komplimente sind absolut rar… und werden mit ansteigender Lebenszahl noch rarer…. da bin ich doch mal richtig froh, das ich einen alten Mercedes habe, der mit immer mal wieder zu einem solchen verhilft.
Fahre ich heute langsam vom Parkplatz mit offenem Schiebedach… winkt mir ein recht gut aussehender Herr mit seiner Visitenkarte, reicht sie mir durchs offene Dach, klar was drauf steht : Kaufe ihr Auto - Zahle bar. Ich schüttle den Kopf und sage, leider nicht zu verkaufen. Er bleibt gelassen, strahlt mich an und meint: „ Macht nichts vielleicht später“ und in einem Nachsatz mit einem wirklich hinreißenden Lächeln: „ Sie habe ein schönes Haar “. Puh, der Tag ist gerettet! Da kann mal man wieder sehen wie wichtig ein einziges Haar sein kann. Später stelle ich mit die Frage, welches hat er wohl gemeint ?- Vielleicht das neue Graue ?
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Gefühl
27.3.2008 von Caroline Burkart.
lese ich heute irgendwo…:
Ich habe eine Katze. Sie hat nicht das Gefühl, das ich das Gefühl habe, das sie das Gefühl hat…. Ich lerne von ihr.
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Zeitfenster
24.3.2008 von Caroline Burkart.
Gestern schmückte ich mit den Sternen der kristallklaren Nacht
Und erzählte Geschichten aus längst vergangenen Welten
Heute ziehe ich mein Kleid aus Regenbögen an
Sattle mein Einhorn und fliege durch die Nacht
Morgen trage ich mein Alltagskleid aus Baumwolle
Hole meinen alten Benz aus der Garage und fahre zu Aldi
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Nebelfrau
22.3.2008 von Caroline Burkart.
Mein Glück
wogt
im Tanz
der Schleier
die mich
umgeben
viele
hab ich schon
gehoben
verschenkt
verloren
zerissen
bekommen
gefunden
neue gewoben
nun will
ich
sie
noch einmal
heben
für dich
doch sie
geben
dir
den Blick
nicht frei
auf mich
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Durcheinandertal
12.3.2008 von Caroline Burkart.
Ich trage die Kronjuwelen in den Ohren
Und ein Kleid aus goldenem Stroh
Meine Schuhe sind aus der fliehenden Zeit gemacht
Und meine Strümpfe aus Spinnweben
Ich trage den Mond in meiner Tasche
Und die Sonne um mein Handgelenk
Mein Regenschirm ist aus Krötenhaut
Und ich schlafe in einem Bett aus Fischgräten
In meinen Kopf haust der Schmerz
Und in meinem Gelenken fließt das Vergessen
Ich wohne im Durcheinandertal
Und in meinem Haus nistet die Vergänglichkeit
Der Schlaf ist mein Bester Freund
Und die Welt der Träume meine Zuflucht
Der Regen spült meine Vergangenheit weg
Und der Nebel verhüllt meine Zukunft
In meiner Gegenwart wünsche ich mir mehr Grün
Und weniger Geräusche
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Oh lord won’t you buy me a Mercedes Benz
9.3.2008 von Caroline Burkart.
Neulich beim Einkaufen, komme ich zurück auf den Parkplatz. Steht ein Mann vor meinem Auto – ein 19 Jahre alter, weißer, 200er Mercedes – und will gerade eine dieser üblichen Visitenkarten an meine Autotür klemmen. Ich spreche ihn an : „ Tut mir leid, die Mühe können sie sich sparen, ich habe nicht die Absicht mein Auto zu verkaufen.“ Er : „ Wir zaahllen barr – gute Preiss“. Ich grinse: „ O.K. bei 20.000 € können wir ins Gespräch kommen“.
Er hat nur ein müdes Lächeln übrig und beginnt ausgiebig mir die Vorzüge eines neuen (kleinen !!!) Autos zu beschreiben. Ich höre ihm mit halbem Ohr zu, während ich einsteige und den Schlüssel ins Zündschloss stecke. Noch immer ist er der Überzeugung, dass ein neues Auto viel bequemer und passender für mich sei. Und dieses Auto sei doch nun schon wirklich richtig alt. Ich klopfe liebevoll auf mein wunderbar dunkelblaues Armaturenbrett und meine
wohlwollend : „ Das macht nichts, ich bin auch nicht mehr die Jüngste - und mein Auto und ich wir passen zusammen.“ Sieht er mich intensiv mit zusammengekniffenen Augen an und meint mir sehr ernster Miene : „ Wieso – geht doch noch…”
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…ich bin hier nur die Katze
7.3.2008 von Caroline Burkart.
meine Katze die
sitzt auf dem Gartenzaun
mein kater der
ist abgehaun
kommt zurück
voll großem glück
riecht nach parfüm
und nach rauch
was der kann
kann ich auch
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“Spinnweben”
29.2.2008 von Caroline Burkart.
Jeder Weg bietet unzählige Möglichkeiten. Die Wege der diesseitigen Welt überschneiden sich mit den Wegen der jenseitigen Welt. Wie in einem Spinnennetz. Sagt du das, halten sie dich für versponnen. Du bist versponnen, du spinnst und webst. Du webst dein Muster – dein Leben. Mal fester mal feiner. Mal bunter mal eintöniger. Unaufhaltsam. Du spinnst den Faden der dich hält, verbindet, bindet.
Solange du spinnst, lebst du!
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